Eröffnung des Dornier-Museums

Am 23. Juli 2009 hatten wir die große Ehre, mit unserer Do 27, D-EDNW, zur offiziellen Eröffnung des neuen Dornier-Museums

am Flugplatz in Friedrichshafen eingeladen worden zu sein. Da das Museum nicht nur alle Technologien der ehemaligen Firma Dornier präsentiert, sondern vor allem auch ein "fliegendes" Museum sein soll, hatten die Organisatoren dieser Veranstaltung für die geladenen Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auch ein kleines Flugprogramm arrangiert. Hans-Jürgen Götz vom Fürstenberger Fallschirmteam ist es zu verdanken, dass auch eine 4er Formation Dornier Do27 an der Eröffnung teilnehmen sollte. Und so schwebte

eines Tages eine Einladung bei der IGM ein, die man unmöglich ablehnen konnte. So machten sich Steffi Trippler und Markus Rheinländer

am 22.07. auf den Weg nach Villingen Schwenningen. Nach der Übernachtung bei Hans-Jürgen ging es am nächsten Morgen weiter

nach Rottweil zum Formationstraining. Geplant war eine Diamond Formation. Dabei flog die D-EIBE des Fürstenberger Fallschirmteam

als Lead, pilotiert von Peter Lendle. Rechter Flügelmann war Gerd Lehnert in der D-EFAJ aus Gelnhausen, zugleich die älteste noch

flugfähige Do27. Die D-EDNW als linker Flügelmann und als Slot die silberne D-EFFB, geflogen von Hans-Jürgen Götz.

Zum Mittagessen ging es dann in Formation nach Winzeln, gefolgt von weiterem Training in Rottweil.

Am Abend erfolgte die Verlegung der Formation "Bravo Echo" von Rottweil nach Friedrichshafen und bei nachlassendem Wind

und Thermik wurde die Formation auch immer enger und gleichmäßiger.

 

Bevor es zur Landung ging nutzen wir die Zeit, gleich ein erstes Display in Friedrichshafen zu fliegen. Dieter Thomas, Leiter der

Flugveranstaltung und vielen als Dorniertestpilot und Flugbetriebsleiter der ILA bekannt, konnten wir überzeugen.

 

Mit Blick über den Bodensee und gemeinsamen Abendessen mit Organisatoren und Teilnehmern konnten wir den tollen Tag

ausklingen lassen.

 

Am nächsten Tag stand dann Briefing, Eröffnungsreden und Flugvorführung auf dem Programm.
Am allermeisten hat uns gefreut, dass sich Silvius Dornier, der älteste noch lebende Sohn des legendären Konstrukteurs und

Firmengründers, Claude Dornier, es sich nicht nehmen lassen wollte, unsere 4 Do 27 von nah zu sehen und sich mit uns für ein

Gruppenfoto vor unsere Flugzeuge zu stellen. Es war ein ganz besonderer Moment und schön, dass wir ihm mit unserer

Formation eine Freude machen konnten.

 

 

Vor allem ihm ist es auch zu verdanken, dass dieses neue Museum überhaupt entstanden ist. So hat er nicht nur seinen Sohn Cornelius

Dornier mit der Planung und dem Bau dieses Museums beauftragt, sondern gleich noch weit über 30 Millionen Euro aus seinem

Privatvermögen gestiftet, um den Bau und die die Grundausstattung überhaupt erst möglich zu machen. Durch diese einmalige und bemerkenswerte Initiative wird der Name Dornier nun für immer präsent bleiben und der Nachwelt zeigen, welche kreativen und genialen Erfinder und Konstrukteure all diese wunderbaren und zu ihrer Zeit hochinnovativen Flugzeuge gebaut haben. Auch eine Do 27, die D-EKUI, wird nun dauerhaft im Museum stationiert sein und in Zukunft sicherlich auf so manchem Flugtag präsentiert werden können. 2008 konnten

wir sie ja schon in Bad Gandersheim, bei unserem Do27-Treffen begrüßen.

 

 

 

 

 

Ein Schlechtwetterfront mit viel Wind, Regen und Gewitter verhinderte allerdings den Rückflug am 23.07.

 

Dank unserem IGM Kollegen Matthias Schulz, der bei der Lufthansa kurzfristig als Pilot für deren Do27 D-EDNU eingesprungen war,

konnte die D-EDNW in der Halle der Zeppelinreederei übernachten und war mit Do27,Me108, Yak, Mustang und 2 Zeppelinen in guter Gesellschaft.

 

Der Abend wurde dann genutzt um neue Kontakte zu knüpfen und die super leckere Pizza in der Pizzeria des ortsansässigen Fliegerclubs

zu genießen.

 

Am Freitag ging es noch einmal auf eine geruhsame Museumstour und danach bei bestem Wetter wieder nach Hause.

 

Das Museum besticht nicht nur durch seine exzellent restaurierten Exponate, sondern auch durch viele Modelle und einer sehr schönen Mulimediashow. Es war garantiert nicht der letzte Besuch & auf jeden Fall sehr empfehlenswert um auf spannende Art zu erfahren, wie vielschichtig das Unternehmen Dornier war und in wie vielen Bereichen der Name Dornier heute noch zu finden ist.

 

An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an Hans-Jürgen, Peter, Gerd, Matthias, Dr. Klaus Daser, Dieter Thomas, Silvius

und Iren Dornier und allen, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben.

Nicht zuletzt auch unserem Freund Marcel Felde, der durch seine genialen Fotos diesen besonderen Tag perfekt festgehalten hat!!!

 

 

 

Nachtrag:

 

Vor einiger Zeit bekam die IGM eine Anfrage vom Dorniermuseum via Hans-Jürgen Götz. Man sei auf der Suche nach einer

Do27 zur statischen Ausstellung und ob wir helfen könnten... Auf der Suche nach Teile für unsere D-EAWW waren wir über ein

Wrack in Holland gestolpert, welches passend schien. Die Lackierung mag Geschmacksache sein, aber man sieht ihr nicht mehr an,

wie runtergekommen sie mal ausgesehen hat! So bleibt sie erhalten und wir konnten wieder einmal helfen.